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24. Januar 2019

Bonität verbessernLöschung strittiger Eintragungen

Betrachtet man Wirtschafts- und Kreditauskunfteien wie Creditreform, Schufa, Bürgel und Co. im Lichte der EU-Datenschutzgrundverordnung, so ist hier ein großer Schritt in Richtung Verbraucherschutz erkennbar. Die Chancen zur Bereinigung ungerechtfertigter Eintragungen und solcher, die gemäß Löschfrist nicht mehr geführt werden dürften, sind mehr als aussichtsreich.

Schlechte Bonität gefährdet Bewilligung von Kredit- und Leasingabschlüsse sowie Rechnungskauf

Warum Verbraucher hier unbedingt tätig werden sollten? Die „Bonitätsampel“ (rot, gelb oder grün) mittels derer Auskunfteien das Rating eines Verbrauchers einstufen, legt seine „Kreditwürdigkeit“ fest. Die bezieht sich nicht nur die Bewilligung von Kredit- und Leasinganträgen, sondern auch auf den Abschluss von Mobilfunkverträgen und die Möglichkeit des Rechnungskaufs bei Onlinehändlern. Steht die Bonitätsampel auf gelb oder rot, wird der Verbraucher keinen Abschluss kreditähnlicher Geschäfte tätigen können. Dienstleister, Onlinehändler und Banken fragen automatisch die Bonität potenzieller Kunden ab.

EU Datenschutzgrundverordnung stärkt Konsumenten

Es ist davon auszugehen, dass fast jeder Verbraucher, über den negative oder neutrale Vermerke vorliegen, Anlass zur Beanstandung der über ihn gespeicherten Daten hat. Das bedeutet: Verbraucher haben jetzt noch mehr Rechte auf ihrer Seite, unberechtigte und kompromittierende Einträge löschen zu lassen und damit ihre Kreditwürdigkeit zu verbessern. Die seit 25. Mai 2018 geltende EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) hat auch Auswirkungen auf die Speicherung und Löschung von Auskunftei-Einträgen (Schufa, Creditreform, Bürgel etc.). Nach den neuen Regelungen darf die Auskunftei die ihr gemeldeten Einträge nur noch dann gespeichert lassen, wenn der Betroffene hierzu seine Erlaubnis erteilt hat (was in der Regel über das Kleingedruckte eines jeden Mobilfunk-, Rechnungskauf- oder sogar schon Stromtarifvergleichs erfolgt) hat UND die Verarbeitung zur Wahrung der berechtigten Interessen der Auskunftei erforderlich ist (Art. 6 DSGVO).

Auskunfteien verstoßen gegen Datenschutz

Nun finden sich in Auskunfteien eine Unzahl von Einträgen, die schon nach Ihren Eigenarten mangels Erlaubnistatbestand zu löschen sind. Art. 5 DSGVO regelt, dass Daten, auch wenn ursprünglich einmal eine pauschale Einwilligung des Verbrauchers erteilt wurde (ob diese „kleingedruckten“ Einwilligungen in ihrer Reichweite AGB-rechtlich wirksam sind, sei hier dahingestellt), nur eingeschränkt gespeichert werden dürfen.

So stipuliert Art. 5 I b) eine Zweckbindung, das heißt auch, die Information „Anfrage nach einem Mobilfunkvertrag vor 3 Jahren“ kann keinen legitimen Zweck mehr erfüllen. Nach Art. 5 I c), Datenminimierung, ist nichts zu speichern, was nicht wirklich erforderlich ist und nach Art. 5 I d) müssen die Informationen sachlich richtig sein.

Verbraucher sollten von ihrem Recht Gebrauch machen

Der beste und effizienteste Weg, sich Klarheit über Einträge zu verschaffen, ist die Anforderung des Bonitätsreports. Professionelle Dienstleister wie TopBoni erledigen das für Verbraucher, prüfen die Eintragungen und werden auf Wunsch für den Kunden hinsichtlich Löschung von Einträgen und Optimierung der Bonität tätig. 

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Über TopBoni

Top Boni ist ein Verbraucherservice der PayLife Group B.V., der den Status der Kreditwürdigkeit im Auftrag des Verbrauchers bei Auskunfteien abfragt und mögliche Verbesserungen der Bonitätseinstufung durchsetzt. Top Boni prüft den Report, empfiehlt geeignete Maßnahmen bei korrekturbedürftigen Eintragungen und berät. Das Blog ist ein Informationsangebot für Kunden und Interessenten. Die Beiträge widmen sich unterschiedlichen Aspekten der Bonität und ihrer Bedeutung für Verbraucher.